Sport am Dachstein

20.-23.01.2009
Wir verschaffen unseren Schien Auslauf auf den Loipen um Ramsau am Dachstein. Echt schön! Leider sind die Loipen am zweiten Tag so angetaut und gefroren und was weiß ich, dass ich am Abend zum Einschlafen meine blauen Flecken zähle. Die Pension ist nett, Pension Miller, von einem Rentnerpaar geführt, drei Zimmer, zwei davon belegt von: Ossis. Die erfüllen schon mal das Klischee, dass die ständig mit einigen Pfund Bananen, Kiwis und Orangen durch die Gegend laufen und uns stolz erzählen, also, der Billa, das sei ja IHR Laden. Heinz, der große Schweiger, wahrscheinlich Stefan Zweig inkognito, solidarisiert sich wortlos mit Thomas. Maria, seine Zweitfrau, hat ständig was zu sagen, auch wenn sich andere Leute unterhalten. Manchmal flüstert sie heftig auf Heinz ein, mein Psychologie-Lehrer nannte das „eine grobe Unhöflichkeit den anderen Anwesenden gegenüber“. Finds einfach kindisch. Erfahren, dass sie getrennte Zimmer haben, weil Maria, im Unterschied zur Erstfrau, Heinz Geschnarche nicht erträgt. Das will ich das nächstemal auch! So manchmal nachts, wenn aus der regungslosen Bettdecke neben mir das Gesäge meine Ohropax löchert, und ich resigniert das Licht anschalte und eine Stunde lese und am nächsten Morgen durchgerädert bin, so ein zweites Zimmer wäre sicherlich eine Alternative zu den Mordphantasien.
Lese „Rubinrot“ von Kerstin Gier, Arena Verlag, ab 14 Jahre, der erste Teil einer Trilogie, echt lustig spannender Lesespaß für junge Frauen. Kombiniert Fotohandys und Google mit Rokkoko, unschuldige Liebesschwärmerei zwischen Teenagern, spritzig-witzig geschrieben, bisserl Familiengeheimnisse und Zeitreise…und fertig ist der Erfolg.
Übrigens wird der Billa auch „Unser“ Laden, führt doch eine der Loipen dort vorbei und liegen dort die Dragee-Keksi in den Regalen…auch Riesendosen schleppen wir heim, die wir auf den elektrischen Kochplatten aufwärmen und uns den Bauch mit Gulasch und gefüllten Paprikaschoten vollschlagen, hmmmm!
Die Ossis ziehen Rettich vor. Woran wir tagelang olfaktorisch erinnert werden.
Bis zum letzten Fitzerl Tageslicht sind wir sportlich, einmal verpassen wir eine Abfahrt und kommen weit in die Dunkelheit hinein. Mehrfach suchen wir den Frienerhof www.frienerhof.at und die Wiesmahdalm (nur im Winter geöffnet) auf, auch die Alm Fliegenpilz, der Gasthof Stocker und das Saunaparadies in Ramsau wird getestet. Schon ganz in Ordnung, aber am Frienerhof (alles Bio und Vollwert!) und auf der Wiesmahdalm (so gemütlich!) war’s am schönsten.

Einen Kommentar hinterlassen