Der Wecker klingelt. Wieder. Und wieder. Was ist, wenn ich einfach liegen bleib? Bis ich zum Wasserkocher taumele, ist’s schon etwas hell. Über Nacht ist wohl etwas Saft in der Batterie zusammengelaufen, denn das kleine grüne Unglück springt an. Als ob nie was gewesen wäre. Bleibt mir nix anderes übrig, als Zentimeter für Zentimeter die Scheiben frei zu restaurieren und trotzdem im Fast-Blindflug nach Simmerath zu steuern. Auto Paffen steht meinem Bedürfnis nach einem effektiveren Eiskratzer recht gleichgültig gegenüber, so kommen wir nicht in’s Geschäft!
Am Abend tu ich’s dann:
Der Laptop wird bestellt. Günther hat ihn ausgesucht. Bin so aufgeregt!
Das Telefon klingelt! Die Rufnummernanzeige! 02474! 02474? Kenn ich da wen? Jawohl! Gesine! Seit der Entenmast verschollen, heute wieder aufgetaucht. Sie empfiehlt Nasenklammern gegen schnarchende Mitschläfer. Als nach zwei Stunden die Leitung glüht, verschieben wir alles weitere auf kommende Woche.
Spannendes Jugendbuch: Todesschütze von Malcolm Rose. Erscheint im Juli 2009. England irgendwann in der Zukunft, die Technik ist weit fortgeschritten, die Partnerwahl wird von der Regierung bestimmt und die Kinder in Internaten aufgezogen. Luke hat sich für eine Ausbildung zum Ermittler entschieden und bekommt unmittelbar nach Abschluss seinen ersten Fall übertragen, bei dem auch noch viele Indizien auf ihn selbst weisen! Unterstützt wird er von seinem mobilen Ermittlungscomputer, immer objektiv, und abgelenkt von seiner großen Liebe, doch beide sind für andere bestimmt. Gute Geschichte, ganz lässig klingen die zukünftigen sozialen und technischen Entwicklungen mit hinein.